Dach-Analyse

Dach Solarcheck: Ist Ihr Dach bereit für Solarenergie?

Prüfen Sie in 5 Schritten, ob Ihr Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist. Ausrichtung, Neigung, Fläche, Zustand und Verschattung – wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

5
Prüfpunkte
95%
der Dächer geeignet
30+
Jahre Solarertrag
15
Fach-Artikel
Checkliste

5-Punkte Dach-Check

Diese fünf Faktoren entscheiden, ob und wie gut Ihr Dach für eine Solaranlage geeignet ist.

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🌀

Ausrichtung

Die Himmelsrichtung Ihres Daches bestimmt den Solarertrag massgeblich. Südausrichtung ist optimal, aber auch Ost-West-Dächer liefern hervorragende Erträge von 85% und mehr.

Süd = 100% • SO/SW = 95% • O/W = 85%
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📐

Neigung

Die optimale Dachneigung für Solaranlagen in der Schweiz beträgt ca. 30 Grad. Neigungen zwischen 20° und 45° liefern noch über 95% des maximalen Jahresertrags.

Optimal: 30° • Akzeptabel: 15°–50°
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📏

Fläche

Pro kWp Leistung benötigen Sie ca. 5–6 m² Dachfläche. Berücksichtigen Sie Randabstände, Dachfenster, Kamine und andere Hindernisse bei der Berechnung.

1 kWp ≈ 5–6 m² • EFH: 40–72 m²
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Zustand

Ihr Dach sollte noch mindestens 15–20 Jahre Restlebensdauer haben. Bei älteren Dächern empfiehlt sich eine kombinierte Dachsanierung mit Solarinstallation.

Min. 15 Jahre Restlebensdauer empfohlen
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☁️

Verschattung

Schatten durch Bäume, Nachbargebäude oder Kamine kann den Ertrag erheblich mindern. Moderne Lösungen wie Mikro-Wechselrichter können Schattenprobleme deutlich reduzieren.

5% Schatten = bis 30% Verlust (String)
Dachtypen

Welcher Dachtyp für Solar?

Jeder Dachtyp hat spezifische Vor- und Nachteile für die Installation von Photovoltaikanlagen.

Satteldach

Eignung
92%
  • Häufigster Dachtyp in der Schweiz
  • Gute Neigung für Solarmodule (25–45°)
  • Zwei Dachflächen nutzbar
  • Einfache Montage mit Aufdach-System
  • Südseite für Maximalertrag

Flachdach

Eignung
88%
  • Freie Wahl der Ausrichtung
  • Optimaler Neigungswinkel einstellbar
  • Ost-West-Aufstellung möglich
  • Statikprüfung für Ballast nötig
  • Kombination mit Gründach möglich

Walmdach

Eignung
78%
  • Vier Dachflächen verfügbar
  • Weniger nutzbare Fläche pro Seite
  • Gute Windstabilität
  • Komplexere Modulplanung
  • Mehrere Ausrichtungen nutzbar

Pultdach

Eignung
95%
  • Grosse zusammenhängende Fläche
  • Ideal bei Südausrichtung
  • Einfache Modulanordnung
  • Hoher Ertrag pro m² Dachfläche
  • Optimal für maximale Belegung
Ausrichtung

Ausrichtung & Ertrag

Die Himmelsrichtung Ihres Daches bestimmt, wie viel Solarstrom Sie ernten können. Hier sehen Sie die relativen Erträge.

Ihr
Dach
S 100% Ertrag
N 60% Ertrag
O 85% Ertrag
W 85% Ertrag
SO 95%
SW 95%
NO 75%
NW 75%

Ertrag nach Himmelsrichtung

In der Schweiz liefert ein nach Süden ausgerichtetes Dach den höchsten Solarertrag. Doch auch andere Ausrichtungen sind wirtschaftlich attraktiv – besonders mit modernen hocheffizienten Modulen.

  • S Süden – Maximaler Jahresertrag, ideale Mittagssonne 100%
  • SO Süd-Ost – Starker Vormittagsertrag 95%
  • SW Süd-West – Starker Nachmittagsertrag 95%
  • O Osten – Morgenproduktion, ideal mit Wärmepumpe 85%
  • W Westen – Nachmittag/Abend, hoher Eigenverbrauch 85%
  • N Norden – Noch rentabel mit modernen Modulen 60%
Wussten Sie schon?

8 Fakten zu Dach & Solar

Interessante Fakten rund um Dacheignung und Solarenergie in der Schweiz.

Fakt #1

95% aller Dächer geeignet

Fast jedes Dach in der Schweiz eignet sich grundsätzlich für eine Solaranlage – auch Nord-Dächer können wirtschaftlich sein.

Fakt #2

30° ist der Sweet Spot

Eine Dachneigung von 30 Grad erzielt in der Schweiz den höchsten Jahresertrag, aber 20–45° liefern fast gleich viel.

Fakt #3

Ost-West schltägt Süd

Auf Flachdächern erzeugt eine Ost-West-Aufstellung bis zu 30% mehr Strom pro Dachfläche als reine Südausrichtung.

Fakt #4

Module schützen das Dach

Solarmodule bieten zusätzlichen Schutz vor Witterung, UV-Strahlung und Hagel – das Dach darunter hält länger.

Fakt #5

Schnee reinigt Module

In der Schweiz rutscht Schnee von geneigten Modulen ab und nimmt dabei Schmutz mit – ein natürlicher Reinigungseffekt.

Fakt #6

Sonnendach.ch zeigt's

Das kostenlose Swisstopo-Tool sonnendach.ch zeigt die Solareignung jedes Daches in der Schweiz – in wenigen Klicks.

Fakt #7

Kühle Module = mehr Ertrag

Module arbeiten bei Kälte effizienter. An klaren Wintertagen kann der momentane Ertrag höher sein als im Sommer.

Fakt #8

25+ Jahre Garantie

Moderne Solarmodule haben eine Leistungsgarantie von 25–30 Jahren. Die tatsächliche Lebensdauer kann 35+ Jahre betragen.

Blog

Aktuelle Fachartikel

Vertiefen Sie Ihr Wissen mit unseren ausführlichen Fachartikeln rund um Dacheignung und Solarenergie.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Dacheignung für Solaranlagen.

Südausrichtung liefert den maximalen Ertrag (100%). Süd-Ost und Süd-West erreichen etwa 95%, reine Ost- oder Westdächer noch rund 85%. Selbst Norddächer können mit modernen Modulen noch 55–65% des maximalen Ertrags erzielen. Entscheidend ist die Gesamtbetrachtung: Auch bei nicht optimaler Ausrichtung kann eine Solaranlage wirtschaftlich sehr attraktiv sein.
In der Schweiz liegt die optimale Dachneigung bei etwa 30 Grad für den höchsten Jahresertrag. Neigungen zwischen 20 und 45 Grad liefern noch über 95% des maximalen Ertrags. Flachdächer können mit Aufständerung optimiert werden, während steilere Dächer im Winter verhältnismässig mehr produzieren.
Pro kWp Leistung benötigen Sie ca. 5–6 m² Dachfläche. Ein typisches Einfamilienhaus installiert 8–12 kWp, was 40–72 m² nutzbare Dachfläche erfordert. Abzüge für Dachfenster, Kamine und Randabstände (Feuerwehr, First, Traufe) sind zu berücksichtigen.
Wenn Ihr Dach weniger als 15 Jahre Restlebensdauer hat, empfiehlt sich eine Sanierung vor der Solarinstallation. Die Kombination von Dachsanierung und Solarinstallation spart Gerüstkosten (15–20% Ersparnis) und ermöglicht eine optimale Integration. Bei Asbest-Eternitdächern ist eine Sanierung zwingend erforderlich.
Verschattung hat einen erheblichen Einfluss: Bei String-Wechselrichtern kann bereits 5% Verschattung eines Moduls bis zu 30% Ertragsverlust der gesamten Reihe verursachen. Leistungsoptimierer oder Mikro-Wechselrichter können dieses Problem deutlich reduzieren. Eine professionelle Verschattungsanalyse vor der Installation ist daher sehr empfehlenswert.
Ja, Flachdächer eignen sich hervorragend für Solaranlagen. Module werden aufgeständert und können optimal nach Süden oder in Ost-West-Konfiguration ausgerichtet werden. Die Ost-West-Aufstellung ermöglicht sogar bis zu 30% mehr Module pro Dachfläche. Wichtig sind die Statik des Dachs (Ballastierung) und die korrekte Abdichtung.

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